3500 AIDA-Passagiere in Angst: Bomben-Alarm am Traumschiff | Regional


Hamburg – Sie freuten sich auf eine zehntägige Kreuzfahrt in den idyllischen Fjorden Norwegens. Doch dann kam es völlig anders, als die 3.500 Urlauber an Bord des Kreuzfahrtriesen „AIDAperla“ erwartet hatten.

Aufgrund des Sturms durch den Ex-Hurrikan „Lee“ aus Kanada war die Elbe für große Schiffe gesperrt. Und dann gab es nur 300 Meter vom Traumschiff entfernt einen Bombenalarm!

Um 17:30 Uhr wurde bei Baggerarbeiten im Hamburger Hafen eine englische 1.000-Pfund-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg mit einem hochgefährlichen Aufschlagzünder aus dem Schlamm gefischt.

Die Bombe liegt auf einem Lastkahn in der Buchheisterstraße.  Im Hintergrund: die Elbphilharmonie

Die Bombe liegt auf einem Lastkahn in der Buchheisterstraße. Im Hintergrund: die Elbphilharmonie

Foto: HamburgNews

Verwendung für den Kampfmittelbeseitigungsdienst der Feuerwehr. Für den Bereich Steinwerder ordneten die Spezialisten einen Sperrradius von 300 Metern und einen Warnradius von 1000 Metern an. Sogar der Luftraum war bis zu einer Höhe von 1.000 Metern gesperrt.

Feuerwehrsprecher Christian Wolter: „Im Warnradius wurde Luftschutzverhalten angeordnet. Da war die „AIDA Perla“ mit 3.500 Passagieren plus 998 Besatzungsmitgliedern, die wegen des starken Windes nicht auslaufen durfte. Die Menschen auf dem Schiff blieben während der Maßnahmen auf der gegenüberliegenden Seite.“

Ein „AIDA“-Sprecher sagte zu BILD: „Die Gäste an Bord der ‚AIDAperla‘ … wurden in dieser Zeit als reine Vorsichtsmaßnahme gebeten, sich in Innenräumen aufzuhalten.“ Unser Kapitän hielt die Gäste an Bord auf dem Laufenden.“

Die Entschärfung beginnt

Die Polizei sperrte ab 21.30 Uhr die Straßen rund um den Bombenfund ab. Im Theater im Hafen endete die letzte Vorstellung des Disney-Musicals „Der König der Löwen“ um 20.30 Uhr. Alle Zuschauer konnten nicht gehen.

Um 22:10 Uhr stieg ein rotes Leuchtfeuer in den Himmel: das Zeichen dafür, dass die Entschärfung begann. Dafür benötigten die Experten des Kampfmittelräumdienstes rund eine halbe Stunde.

Feuerwehrsprecher Wolter: „Als letzte Maßnahme konnte der Zünder vor Ort um 22:45 Uhr erfolgreich gezündet werden. Anschließend konnten die Maßnahmen rückgängig gemacht und die entschärfte Bombe abtransportiert werden.“

Eine grüne Rakete erhob sich über dem Hafen: ALLE ACHTUNG! Erleichterung auf der nahegelegenen „Aida“.

Abfahrt 15 Stunden verspätet

Die „AIDAperla“ ist nun auf dem Weg nach Norwegen. Ein Sprecher: „Aufgrund der aktuellen Wetterlage war die Elbe von gestern Abend bis in die frühen Morgenstunden des 20. September 2023 für eine bestimmte Schiffsgröße gesperrt. Davon war auch die ‚AIDAperla‘ betroffen.“ Heute Morgen gegen 9 Uhr war der gesetzlich vorgeschriebene Lotsendienst wieder verfügbar und die „AIDAperla“ konnte auslaufen.“

Das erste Ziel der Kreuzfahrt ab Hamburg: der Hafen von Kristiansand in Norwegen

Das erste Ziel der Kreuzfahrt ab Hamburg: der Hafen von Kristiansand in Norwegen

Der Sprecher weiter: „Gäste können nun auch bei Tageslicht eine Kreuzfahrt auf der Elbe genießen. Nach dem heutigen planmäßigen Seetag wird der Hafen von Kristiansand/Norwegen erst am 21. September mit einer leichten Verspätung von zwei Stunden erreicht. Alle über AIDA gebuchten Ausflüge finden wie geplant statt. Der restliche Fahrplan ist derzeit nicht betroffen.“

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