Nach Aldi und Rewe: Auch Netto zahlt mehr Lohn | Politik


Nach Aldi und Rewe folgen auch der Discounter Netto und die Otto Group einer Empfehlung des Handelsverbands HDE und erhöhen die Gehälter ihrer Mitarbeiter. Für Verdi-Chef Frank Werneke reicht die Lohnerhöhung von 5,3 Prozent im Einzelhandel, die Netto und Otto zahlen wollen, nicht aus.

Ab dem 1. Oktober erhalten Arbeitnehmer mehr Geld. Das gaben die Unternehmen bekannt.

Bei Netto gilt die Lohnerhöhung für alle tariflichen Mitarbeiter in der Verwaltung, in den Filialen und in den beiden Netto-Logistikzentren; Bei Otto gilt es sowohl für tarifliche Mitarbeiter als auch für Auszubildende. Netto und Otto betonen die Freiwilligkeit ihrer Maßnahmen.

Otto will außerdem 5,3 Prozent mehr Lohn zahlen

Otto will außerdem 5,3 Prozent mehr Lohn zahlen

Foto: picture Alliance / dpa

Der seit sechs Monaten laufende Tarifvertrag zwischen dem Handelsverband Deutschland (HDE) und der Gewerkschaft Verdi ist festgefahren.

Verdi-Chef Frank Werneke nannte die Lohnerhöhung um 5,3 Prozent „einen Schlag ins Gesicht für die Beschäftigten im Einzelhandel“.

„Das sind 92 Cent pro Stunde für eine Verkäuferin – und das bedeutet einen Verlust an Reallohn.“ Die Arbeitnehmer erhalten bereits sehr niedrige Löhne, und die Inflation der letzten Monate frisst die Löhne noch weiter auf.“

Zuvor hatte der HDE seinen Unternehmen empfohlen, die Gehälter der Beschäftigten zunächst auch ohne Tarifvertrag zu erhöhen.

(dpa/AFP/ias)

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