„Ü30“ hat kaum Platz – 22,36 Jahre! Aber beim WAC fehlen Führungsspieler



Der WAC ist nun seit vier Spielen sieglos. Die Wolfsberger Startelf war beim letzten 0:0 gegen Altach wieder sehr jung. Aber: Der Mangel an Führungsspielern ist offensichtlich. Und für Menschen über 30 ist kaum noch Platz.

Beim WAC läuft es derzeit nicht rund. Seit vier Spielen sind sie sieglos – nach der 0:4-Niederlage gegen Sturm gab es nur drei magere Unentschieden gegen Altach (1:1), WSG Tirol (1:1) und nun wieder Altach (0:0). Obwohl sie seit insgesamt zehn Qualifikationsgruppenspielen ungeschlagen sind, passt spielerisch und offensiv nichts zusammen. Die Ansprüche der „Wölfe“ sind definitiv andere. „Energie ist verloren gegangen.“ Die Gründe? „Der Modus ist einer. Er ist nicht gut für den österreichischen Fußball. Ich habe noch kein gutes Spiel gesehen – denn verlieren will niemand! Es geht nur darum, zu kämpfen und zu liefern. Das ist genau der Kampf, den wir annehmen müssen. Da wir die Top 6 verpasst haben, ist die Energie verloren gegangen! Wir können es besser machen!“ sagt Trainer Manfred Schmid. Sehr junges Durchschnittsalter. Bemerkenswert ist, dass das Durchschnittsalter der „Wölfe“ fast durchgängig unter 23 Jahren liegt – beim 0:0 gegen Altach war die Startelf 22,36 Jahre jung! Wenn man es andersherum betrachtet, wird aber auch deutlich: Es fehlen echte Führungsspieler auf dem Platz. Generell gibt es im WAC-System derzeit nur sehr wenig Platz für „über 30“-Spieler: Kapitän Mario Leitgeb (35) stand zuletzt am 28. Oktober in der Startelf und erhielt seitdem 15 Einsatzminuten. Sein Vertrag läuft aus. Mike Novak (33) spielte genau eine Minute und wurde zu den Amateuren geschickt. Auch sein Vertrag endet im Sommer. Konstantin Kerschbaumer (31), der bis 2025 auf einem gut bezahlten Arbeitspapier sitzt, spielt überhaupt keine Rolle mehr. Thorsten Röcher (31) durfte nach 15 Spielen 28 Minuten gegen Altach spielen. Simon Piesinger (32) musste im Frühjahr seinen Stammplatz abgeben. Hendrik Bonmann (30) hat seinen festen Platz im Tor an den (hochtalentierten) Luki Gütlbauer verloren und wird sich im Sommer verabschieden. „Hatte eine gute Achse“ Auch Ex-Trainer Robin Dutt sagte kürzlich: „Als ich übernommen habe, war es eine Mannschaft mit einer guten Achse: Liendl als Zehner, Leitgeb als Sechser, hinter Baumgartner und Novak.“ Auf diese Spieler konnte man aufbauen, die Qualität hat dazu geführt, dass wir die Qualifikation für die Conference League erreicht haben.“ Kurzum: Das wird sicherlich ein Punkt sein, den der WAC bei der Kaderplanung für den kommenden Sommer berücksichtigen wird. . .

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