Iran droht Israel mit Vergeltung: “Das boshafte Regime wird bestraft werden”


Elf Tote, darunter Generäle der Revolutionsgarden und Gesandte radikaler palästinensischer Gruppen: Der israelische Luftangriff auf das iranische Konsulat in Damaskus war eine schwere Demütigung für das Teheraner Regime. Der Oberste Führer des Iran brauchte fast einen Tag, um auf den israelischen Angriff zu reagieren. Am Dienstagnachmittag kündigte er Vergeltung an: „Das böse zionistische Regime wird von unseren tapferen Männern bestraft. Wir werden dafür sorgen, dass sie dieses und andere Verbrechen bereuen“, sagte er.

Religionsführer Khamenei ist der mächtigste Mann in der Islamischen Republik und hat in allen strategischen Fragen das letzte Wort. Er ist außerdem Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Auch Irans Präsident Ebrahim Raisi drohte Israel mit Konsequenzen und bezeichnete den Angriff als „terroristisches Verbrechen“. Wie und wann die iranische Staatsmacht reagieren wird, ist noch völlig offen. Allerdings schüren die Drohungen Ängste vor einer Eskalation des Konflikts zwischen Israel und Iran. Bisher hatte der Iran direkte Vergeltungsmaßnahmen gegen Israel stets vermieden.

Allerdings kann das Regime in Teheran militärisch nicht viel gegen Israel ausrichten. Der Iran verfügt über Tausende von Raketen, die Israel treffen können. Doch Revolutionsführer Khamenei will keinen offenen Krieg. Dies könnte die Existenz der Islamischen Republik gefährden, insbesondere wenn die USA eingreifen.

Im Januar feuerte der Iran als Vergeltung für die Tötung eines hochrangigen Offiziers Raketen auf Ziele im Irak und in Syrien ab. Ein bekannter Geschäftsmann, der im Verdacht stand, Verbindungen zu Israel zu haben, soll im Nordirak getötet worden sein. Die Raketen flogen rund 1.200 Kilometer weit. Dies wurde von Beobachtern auch als klares Signal an Israel interpretiert – denn es wäre ungefähr die gleiche Entfernung, die Raketen benötigen würden, um Tel Aviv oder Jerusalem zu erreichen. Auch dieses Mal konnte der Iran seine Drohhaltung gegenüber Israel beibehalten.

Allerdings könnte Teheran auch die pro-iranische Miliz Hisbollah im Libanon in den Kampf gegen Israel schicken. Die Hisbollah dient dem Teheraner Regime als erste Verteidigungslinie im Falle eines Krieges mit dem Westen.

Auch Angriffe pro-iranischer Milizen auf US-Truppen im Irak und in Syrien sind denkbar. Schließlich heißt es in Teheran, dass die USA als Partner Israels Verantwortung trügen.

„Ein unbeabsichtigter Treffer“, beklagt Netanjahu

Der Tod von sieben Helfern im Gazastreifen bei einem israelischen Luftangriff löste weltweites Entsetzen aus. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bedauerte den „versehentlichen“ Angriff und versprach eine gründliche Untersuchung des Vorfalls. „Das passiert in Kriegszeiten“, sagte Netanjahu und machte deutlich: „Wir werden alles tun, damit so etwas nicht noch einmal passiert.“

Die Hilfsorganisation World Central Kitchen (WCK) kündigte an, ihre Einsätze in der Region angesichts des tödlichen Angriffs auf einen Hilfskonvoi sofort einzustellen.

Für die Menschen im Gazastreifen ist das fatal: WCK ist eine von nur zwei Hilfsorganisationen, die von Zypern aus per Schiff Hilfsgüter in den Gazastreifen liefern, und war dort auch am Bau eines provisorischen Piers beteiligt.

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