„Wirklich seekrank“ – Wiener erlebte Taiwan-Beben im 24. Stock



Nach dem heftigen Erdbeben vor der Ostküste Taiwans ist die Zahl der Toten auf sieben und die Zahl der Verletzten auf über 700 gestiegen (siehe Video oben). Einer der Zeugen des Erdbebens ist der Wiener Raoul Korner. Man könne „wirklich Seekrank“ werden, sagte er.

Er sei „im 24. Stock zu Hause“ gewesen und habe „ganz schön im Bett hin und her geschaukelt“. Korner arbeitet seit Ende Januar als Basketballtrainer für die Tainan Ghosthawks und wurde am Dienstag 50 Jahre alt. Am Mittwochmorgen (Ortszeit) erhielt er eine Warnung auf seinem Handy, eine Minute später „ging es los“. Ein Video zeigt, wie eine Lampe in seiner Wohnung heftig wackelt. Da er „keine großen Dekorationen“ hatte, konnte nichts herunterfallen. In der sechstgrößten Stadt Tainan im Südwesten des Landes erreichte das Beben eine Stärke von 5. Nach Kenntnis von Korner wurden keine Gebäude beschädigt. In anderen Gebieten Thailands kamen jedoch Menschen ums Leben, insgesamt mindestens sieben. Mindestens 736 Menschen wurden verletzt.Viele in Gebäuden eingeschlossenNach Angaben der Nationalen Feuerwehr waren in der Stadt Hualien noch immer 77 Menschen in Gebäuden eingeschlossen. Viele Häuser stürzten völlig ein, gerieten gefährlich in Schieflage oder wurden zerstört. Die taiwanesische Meteorologiebehörde verzeichnete in wenigen Kilometern Tiefe eine Stärke von 7,2. Das US-Erdbebenobservatorium und Geosphere Austria verzeichneten 7,4. Es folgten mehrere Nachbeben. Taiwan, China, Japan und die Philippinen warnten mehrere Stunden lang vor Tsunamis, bevor die Warnungen gelockert oder aufgehoben wurden.

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