Ab Sommer wird die äußere Mariahilfer Straße umgestaltet



Nach der von vielen Diskussionen begleiteten Neugestaltung der inneren Mariahilfer Straße wird nun der äußere Teil ohne vergleichbare Aufregung umgebaut. Im Sommer beginnen die Arbeiten für einen ersten Abschnitt, der vom Belt bis zur Clementinengasse reicht. Das äußere „Mahü“ soll künftig eine Einbahnstraße aus der Stadt sein. Außerdem wird es einen baulich getrennten Radweg in beide Richtungen sowie breitere Gehwege und neue Bäume geben.

Die Pläne wurden am Mittwoch von Verkehrs- und Planungsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) sowie NEOS-Mobilitätssprecherin Angelika Pipal-Leixner, Verkehrsplaner Andreas Käfer und Bezirksleiter Dietmar Baurecht (SPÖ) vorgestellt. Versprochen wurde eine Umgestaltung in eine Promenade inklusive Reduzierung des Autoverkehrs. Eine Fußgängerzone wie im Innenbereich ist nicht geplant, künftig soll es aber nur noch eine Fahrspur statt zwei geben. Dadurch entsteht Platz für bis zu fünf Meter breite Gehwege und einen Radweg.

„Wir erzielen einen wirklich großen Erfolg und setzen auch die Wünsche der Bewohner um“, sagte Sima. Die Öffentlichkeit konnte im Vorfeld Vorschläge einbringen. Oft sei von klimafreundlichem Design die Rede, hieß es. Der öffentliche Nahverkehr wird nicht beeinträchtigt. Die Straßenbahn behält ihre eigene Spur. Auch während der Sanierungsarbeiten soll der Betrieb weitgehend störungsfrei erfolgen.

Auch in einigen Seitenstraßen wird gearbeitet. Die Palmgasse ist künftig nur noch bis zur Robert-Hamerling-Gasse mit dem Fahrrad erreichbar. Die Straße, die oft als Abkürzung zum Gürtel in Richtung Innenstadt genutzt wird, ist dann für Autos nicht mehr durchgehend befahrbar.

Die Fertigstellung des ersten Abschnitts ist für Sommer 2025 geplant. Der Bereich zwischen Clementinengasse und Anschützgasse folgt im Jahr 2026, danach wird der Teil bis zur Schlossallee eingeweiht. Die Bauarbeiten werden mit anstehenden Sanierungen, etwa der Wasserleitungen, verknüpft. Auch das Grätzl wird neu an das Fernwärme- bzw. Fernkältesystem angeschlossen. Dadurch soll verhindert werden, dass in ein paar Jahren noch einmal umgegraben werden muss.

Die Verkehrsberuhigung der inneren Mariahilfer Straße erfolgte unter der Leitung der Grünen Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou. Der derzeitige Fraktionsvorsitzende der Grünen, Peter Kraus, zeigte sich zufrieden über seine Reaktion. Mittlerweile werde auch im gesamten Gürtel eine Verkehrsberuhigung umgesetzt, sodass die Erfolgsgeschichte weitergeht, stellte er fest.

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