Betretungsverbot für Bürgermeister nach Familienstreit


Am vergangenen Wochenende verbot die Polizei einem Bürgermeister im Südburgenland, seine Frau zu betreten oder sich ihm zu nähern. Einen entsprechenden Bericht der „Kronen Zeitung“ bestätigte die Polizei am Mittwoch. Auf APA-Anfrage erklärte die ÖVP, man nehme den Vorfall sehr ernst und werde untersucht. Gewalt sei nicht tolerierbar, wurde in der Landespartei betont.

Laut „Krone“ kam es in der Nacht zum Sonntag bei einer Osterveranstaltung im Ort zu einem Streit zwischen dem Kommunalpolitiker und seiner Frau. Andere Gäste sollen befürchtet haben, dass der Mann seine Frau schlagen würde. Der Bürgermeister streikte nicht, verhielt sich aber aggressiv. Die verständigte Polizei erließ daraufhin ein Betretungs- und Annäherungsverbot gegen den Mann.

Die Landespolizeidirektion Burgenland bestätigte gegenüber der APA den Einsatz im Zuge eines Familienstreits. Dieser Eingriff habe zu einem Betretungsverbot geführt, erklärte ein Sprecher.

Die ÖVP-Landespartei erklärte, eine interne Überprüfung habe bereits begonnen: „Grundsätzlich gilt für uns: Gewalt ist nicht tolerierbar. Da gibt es nichts Schönes zu sagen.“

(SERVICE – In Österreich finden Frauen, die Gewalt erleben, Hilfe und Informationen beim Frauentelefon unter: 0800-222-555, www.frauenhelpline.at; beim Verband Autonomer Österreichischer Frauenhäuser (AÖF). www.aoef.atsowie die Notrufnummer des Frauenhauses unter 057722 und der Österreichischen Gewaltschutzzentren: 0800/700-217, https://www.violentprotectioncenter.at/beim Polizeinotruf: 133, im Burgenland beim Verein Lichtblick unter 02167/3338, beim Gewaltschutzzentrum Burgenland unter 03352/31420 oder im Frauenhaus Burgenland unter 0509444000.)

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