Verstappen zu Mercedes, Alonso zu Red Bull? “Wir wissen nicht, wie dieses Drama endet”


Nach nur drei Saisonrennen blicken wir über das Jahresende hinaus. Gut möglich, dass es nach dem sensationellen Wechsel von Rekordweltmeister Lewis Hamilton von Mercedes zu Ferrari im Jahr 2025 weitere große Überraschungen geben wird. Fakt ist: Die Silberpfeile wollen, dass Weltmeister Verstappen Hamiltons Nachfolger wird. „Ja, man kann sehen, wie hoch sein Leistungsniveau ist“, sagte Teamchef Toto Wolff kürzlich in einem Interview mit Fox Sports Australia.

Seit Wochen liebäugelt das deutsche Werksteam mit dem Seriensieger. Doch der Niederländer hat bei Red Bull noch einen Vertrag bis Ende 2028. Allerdings soll der dreimalige Meister über eine Klausel verfügen, die es ihm erlauben soll, das Team zu verlassen, falls sein enger Vertrauter Helmut Marko vorzeitig gehen muss.

Der 80-jährige Steirer ist der Gegner von Teamchef Christian Horner in einer brisanten Affäre. Horner wurde von einem Mitarbeiter unangemessenes Verhalten vorgeworfen. Nach einer vom Mutterkonzern Red Bull eingeleiteten Untersuchung wurde die Klage abgewiesen. Doch anonyme E-Mails mit pikanten Details befeuerten den Prozess, der wiederum Machtkämpfe bei Red Bull offenlegte.

Beste Bedingungen wohl bei Red Bull

Verstappen will eigentlich nur Rennen fahren und weiter gewinnen. Nach seinem jüngsten Misserfolg in Australien soll am Sonntag (7 Uhr/live ORF 1, Sky) in Suzuka die WM-Führung verteidigt und ausgebaut werden. An seinem Erfolg in Japan zweifelt kaum jemand, denn er sitzt immer noch im besten Auto. Es scheint also fraglich, warum er in Zukunft einen Mercedes fahren sollte. Das Auto funktioniert das zweite Jahr in Folge nicht und Hamilton hatte sogar den schlechtesten Saisonstart seiner Karriere. Trotz offenbar zwischenmenschlicher Probleme bei Red Bull hat Verstappen dort künftig wohl die besten Voraussetzungen.

Genau das hätte Fernando Alonso vielleicht wieder gerne. Mit 42 Jahren denkt der Weltmeister von 2005 und 2006 über einen Wechsel nach. Berichten zufolge ist der Spanier Horners Wunschkandidat und könnte den Mexikaner Sergio Pérez ersetzen. Er war in der Vergangenheit zu inkonsequent, und die zum Jahresende auslaufenden Verträge von Alonso bei Aston Martin und Pérez bei Red Bull könnten der Moment sein, etwas zu ändern. Es könnte also das Traumduo Verstappen und Alonso geben – oder Verstappen geht zu Aston Martin. Zu diesem Szenario gab es auch aktuelle Medienberichte.

Alonso: „Wir wissen nicht, wie dieses Drama endet“

„Ich werde nicht dem folgen, was andere tun, und zulassen, dass jemand mein Schicksal diktiert. Das werde ich selbst tun“, sagte Alonso. „Die Entscheidung wird unabhängig davon getroffen, was bei Mercedes oder Red Bull passiert. Wir wissen nicht, wie dieses Drama ausgeht“, sagte Alonso, der auch im Ferrari Weltmeister werden wollte und scheiterte.

Kommt Vettel zurück?

Genau wie Sebastian Vettel, der Ende 2022 zurücktrat. In diversen Interviews schloss der viermalige Weltmeister eine Rückkehr in die Formel 1 nicht aus. Er sprach auch mit Wolff, aber offenbar nicht über den freien Platz in der Garage. Mit 36 ​​sei er im Vergleich zu anderen noch jung, sagte Vettel in Anspielung auf Hamilton (38) und Alonso, die auch im Alter noch mit Geschwindigkeit überzeugen können, wenn ihre Dienstfahrzeuge es zulassen.

Mit Blick auf die nächsten Jahre wird viel davon abhängen, wie Mercedes das zweite Cockpit neben dem Briten George Russell besetzt. Alonso soll hier ebenso auf der Liste stehen wie Carlos Sainz (29) und Nachwuchstalent Kimi Antonelli (17). Doch der Rennstall hofft offenbar auf einen großen Namen mit Charisma – und größer als Verstappen geht es derzeit nicht.

Sainz, der für Hamilton bei Ferrari abgesetzt wurde, zeigte sein Können erst vor anderthalb Wochen, als er Verstappens ausbleibenden Sieg in Melbourne nur zwei Wochen nach einer Blinddarmentfernung ausnutzte. „Ich bin für nächstes Jahr immer noch arbeitslos. Das wird helfen“, sagte Sainz. Der Spanier wird auch mit Kick Sauber in Verbindung gebracht, das ab 2026 das Audi-Werksteam wird, und als ehemaliger Nachwuchsfahrer hat er auch gute Beziehungen zu Red Bull.

Eine Entscheidung bei Mercedes wird voraussichtlich erst im Sommer fallen. Wolff machte zuletzt immer wieder deutlich, wie wichtig Verstappen ist. Der Wiener bezeichnete es als Versäumnis, das Ausnahmetalent als Teenager nicht verpflichtet zu haben. Stattdessen ging Verstappen mit 16 an Red Bull.

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