SV Weng und Union St. Roman: Auf bestem Weg in die Bezirksliga


Die Zeit scheint reif. Der SV Weng hat in seiner 54-jährigen Geschichte noch nie in der Bezirksliga gespielt. Die Mannschaft von Trainer Kurt Aigner führt derzeit mit neun Punkten Vorsprung die Tabelle der 1. Klasse Südwest an und ist auf dem besten Weg, in dieser Saison Vereinsgeschichte zu schreiben. Wenger gewann bisher 14 der 16 Spiele. Im Frühjahr haben sie keinen Punkt verloren und das Aigner-Team feierte drei Siege in drei Spielen. Die letzte Niederlage erlitt der Tabellenführer Anfang September. Und doch bremst der Trainer die Euphorie immer noch. „Auch wenn es ein oft verwendeter Satz ist: Wir schauen von Spiel zu Spiel. Das ist uns in dieser Saison bisher gut gelungen“, sagt Aigner.

Selbst der erwähnte Punktevorsprung, der durch den Patzer von Verfolger Palting am vergangenen Wochenende wuchs, ist für den Erfolgstrainer kein Grund, sich aus dem Fenster zu lehnen. „Dieses Punktepolster kann genauso schnell schrumpfen, wie es gewachsen ist. Wir werden uns erst dann mit einer anderen Liga beschäftigen, wenn es rechnerisch möglich ist.“ Diese Bescheidenheit sei auch einer der wichtigsten Bestandteile des Wenger-Erfolgsrezepts, sagte Aigner. „Wir unterschätzen keinen Gegner und ziehen alle an einem Strang. Das macht uns so stark.“

Ergänzt wird diese Einstellung durch eine gute Altersstruktur im Wenger-Kader, den Aigner auch für eine mögliche Premiere in der Bezirksliga gerüstet sieht. „Wir setzen seit mehreren Jahren auf Kontinuität und schauen genau, wen wir verpflichten. Das würde sich auch in der Bezirksliga nicht ändern“, sagt der Wenger-Trainer.

Zunächst ist es wichtig, die Hausaufgaben zu machen, die erledigt werden müssen. Das nächste Spiel findet am kommenden Sonntag zu Hause gegen Waldzell statt. Mit dem 3:0-Sieg im Derby gegen Pattigham stärkte das neuntplatzierte Team sein Selbstvertrauen, sollte aus Wengers Sicht aber kein Stolperstein auf dem Weg zum Titel werden. Im Herbst endete das Spiel mit einem klaren 5:1-Sieg für den Tabellenführer.

„Angenehmes Gefühl“

Auch Union St. Roman verfügt über ein ähnlich komfortables Punktepolster wie der SV Weng auf seinen ersten Verfolger in der 1. Klasse Nordwest. Der Vorsprung auf den aktuell Tabellenzweiten Neukirchen am Walde beträgt sechs Punkte. Für den „Rominger“ ist die aktuelle Erfolgsserie alles andere als selbstverständlich; In den letzten Jahren waren die Sauwaldkickers meist bis zum Schluss in den Abstiegskampf verwickelt. „Nach den letzten Jahren ist diese Situation natürlich großartig“, sagt Sportdirektor Konrad Grömmer. Sowohl für seine Mannschaft als auch für die Zuschauer sei es „ein angenehmes Gefühl“, in diesem Jahr zu den Topspielern der Liga zu gehören. Aber im Sauwald macht man sich keinen Druck. „Aber einen Meistertitel oder einen Aufstieg kann man nie planen, das muss passieren“, sagt Grömmer.

Im vergangenen Sommer wurde mit Florian Hangler ein neuer Trainer installiert, der das Spielsystem „Rominger“ erfolgreich adaptierte. Ebenso positiv auf die Mannschaft habe sich laut Grömmer die Verpflichtung des Mittelfeldstrategen Nicolas Husensky ausgewirkt, der unter anderem für Esternberg in der Regionalliga spielte. Gerade im ausgeglichenen 1. Nordwesten würde oft die Tageskondition über Sieg oder Niederlage entscheiden, so der Sportdirektor des Spitzenreiters. „Wir haben aktuell das Quäntchen Glück auf unserer Seite, das uns in den letzten Saisons immer mal wieder gefehlt hat.“ Sollte es am Ende tatsächlich zu einem großen Coup kommen, würde sich in St. Roman nicht viel ändern. „Der Kern der Mannschaft ist jung und in einem guten Alter. Im Ernstfall müssten wir mit bestimmten Spielern darüber sprechen, ob sie den Weg mit uns weitergehen wollen“, erklärt Grömmer.

Der nächste Schritt dürfte ein Sieg am kommenden Samstag gegen den Nachzügler in Schärding sein. Von einem Pflichtsieg gegen die zweite Mannschaft der Spielgemeinschaft will Grömmer nicht sprechen. „Die Spiele in Schärding sind meist heiß und hart umkämpft. Aber natürlich wollen wir den nächsten Erfolg feiern.“

Autor
Valentin Berghammer

Redaktion Innviertel

Valentin Berghammer

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