Justiz: Tödliche Schüsse vor Shisha-Bar: Prozessauftakt gegen Brüder

Sechs Monate nach tödlichen Schüssen vor einer Shisha-Bar im Hamburger Stadtteil Sasel hat einer der beiden Angeklagten zu Beginn des Mordprozesses die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen. Es sei ein gemeinsamer Strafplan ausgeheckt worden, sagte einer seiner Verteidiger am Mittwoch in einer Erklärung im Namen seines 23-jährigen Mandanten. „Am Ende wird das nicht für eine Verurteilung reichen.“

Die Staatsanwaltschaft wirft zwei Brüdern gemeinschaftlichen hinterhältigen Mord aus niederen Beweggründen vor. Der ältere Bruder (31), der die tödlichen Schüsse abgegeben haben soll, und seine Anwälte machten am ersten Verhandlungstag keine Angaben.

Zwei Tage vor der Tat soll das Opfer von dem 23-jährigen Angeklagten bedroht worden sein. Der Grund blieb bisher unklar. Laut Anklage trafen sich die Brüder am Abend des 1. Oktober 2023 mit dem 24-Jährigen und mehreren seiner Familienangehörigen in der Shisha-Bar zu einem Gespräch. Der Mann verlangte ein Zeichen der Wiedergutmachung für die Drohung, wie die Staatsanwaltschaft erklärte. Es wurde vereinbart, dass der 23-Jährige sich entschuldigen und vor der Tür eine Ohrfeige von seinem älteren Bruder erhalten würde.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft kamen die Männer gemeinsam zur Tür. Zunächst verlief alles wie besprochen. Doch die angeklagten Deutschen taten dies nur zum Vorwand und führten dann ihren gemeinsamen Plan aus. Der 23-Jährige griff den 24-Jährigen plötzlich an und stieß ihn zu Boden. Der ältere Bruder schoss aus nächster Nähe mindestens sieben Schüsse auf das Opfer, das noch am Unfallort starb.

Der Prozess wird am 11. April fortgesetzt.

© dpa-infocom, dpa:240403-99-552169/2

Sechs Monate nach tödlichen Schüssen vor einer Shisha-Bar im Hamburger Stadtteil Sasel hat einer der beiden Angeklagten zu Beginn des Mordprozesses die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen. Es sei ein gemeinsamer Strafplan ausgeheckt worden, sagte einer seiner Verteidiger am Mittwoch in einer Erklärung im Namen seines 23-jährigen Mandanten. „Am Ende wird das nicht für eine Verurteilung reichen.“

Die Staatsanwaltschaft wirft zwei Brüdern gemeinschaftlichen hinterhältigen Mord aus niederen Beweggründen vor. Der ältere Bruder (31), der die tödlichen Schüsse abgegeben haben soll, und seine Anwälte machten am ersten Verhandlungstag keine Angaben.

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