Nach Pleite – Millionen-Baustelle: Zukunft ist weiter ungeklärt



Windhager wollte in Pinsdorf rund 100 Millionen Euro investieren, um in Oberösterreich eine Wärmepumpenfabrik zu bauen. Aufgrund der Insolvenz ruhten die Arbeiten seit Jahresbeginn. Das Schicksal des Gebiets einschließlich der Hülle bleibt unklar.

Seit Ende Februar steht fest, dass BWT neuer Eigentümer des Heizungsherstellers Windhager ist. Auf der Energiesparmesse WEBUILD in Wels lockte ein gemeinsamer Auftritt beider Marken. Doch was passiert mit der Megabaustelle in Pinsdorf, wo Windhager ursprünglich eine Wärmepumpenfabrik errichten wollte? Seit Anfang des Jahres, als die finanziellen Turbulenzen von Windhager bekannt wurden, wurden die Arbeiten direkt an der Bundesstraße B145 eingestellt. Ob und wann sie wieder aufgenommen werden, ist derzeit nicht absehbar. 42 Millionen Euro Gläubigerforderungen anerkannt „Der Verwertungsprozess ist im Gange, aber der Verkauf wird noch finalisiert“, sagt Aliki Bellou vom Kreditschutzverband 1870 in Salzburg, wo die Prüfungssitzung der Windhager Logistik GmbH, die hinter dem Werk steht, stattfindet. Der Kassenkollaps des Insolvenzverwalters Johannes Hirtzberger ergab, dass bisher 42 Millionen Euro an Gläubigerforderungen anerkannt wurden. BWT-Chef hat Interesse bekundet. Wie viel Geld sie davon noch sehen werden, ist offen. Dem Bericht vom Januar zufolge hat die Baustelle einen Wert von knapp 48 Millionen Euro. Allerdings ist es möglich, dass der Standort beim Recycling deutlich günstiger ist. BWT-Chef Andreas Weißenbacher hat jedenfalls öffentlich sein Interesse bekundet. Andere Unternehmen berichteten, dass bei Windhager trotz der für viel Ärger gesorgten Rettung der BWT rund 90 Arbeitsplätze wegfallen würden. „Viele Unternehmen haben sich auf der Suche nach Mitarbeitern bei uns gemeldet“, sagt Daniel Mühlberger von der Gewerkschaft Pro-Ge.

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