Drei Tote in Zermatt: Hier verschlingt die Lawine ihre Opfer | News


Es ist ein Moment zwischen Leben und Tod. Ein Foto zeigt den Moment, in dem die riesige Lawine von Zermatt losgeht – und die drei Menschen, die sich direkt unter den rollenden Schneemassen befinden.

Eine Lawine hat am Ostermontag gegen 14 Uhr mehrere Menschen auf dem Riffelberg in Zermatt in der Schweiz mitgerissen. Nach einer umfangreichen Suchaktion, an der laut Rettungschef Anjan Truffer (49) 45 Helfer und acht Lawinensuchhundeführer beteiligt waren, konnten drei Menschen nur tot geborgen werden. Eine vierte Person wurde verletzt aufgefunden.

Unter den Toten: ein 15-jähriger Amerikaner. Das gab die Polizei am Dienstag bekannt. Zudem seien unter den Schneemassen ein Mann und eine Frau gestorben, deren Identifizierung noch nicht abgeschlossen sei, hieß es.

In der Nähe von Zermatt in der SchweizLawine reißt Menschen mit

Lawine reißt Menschen mit

Quelle: Nachrichten5

Und genau diese drei Personen sind auf dem Foto eines Skilehrers zu sehen. Gegenüber dem „Blick“ erklärte er: „Ich habe drei Personen am Hang gesehen, als plötzlich eine Lawine ausbrach. Mir war sofort klar, dass sie nicht überleben würden. Die Schneemassen waren immens. So etwas habe ich noch nie gesehen.“

Der Skilehrer vermutet, dass sich die vierte Person weiter unten am Hang befand und bereits Schutz suchen konnte, berichtet „Blick“.

Die Lawinengefahr bleibt hoch

Nach dem Unfall am Montag blieb die Lawinengefahr im Gebiet vom Wallis über Graubünden Richtung Österreich hoch. Der Mitteilung vom Montagabend zufolge blieb die Gefahrenstufe vier auf der fünfstufigen Skala zunächst bestehen. Am Mittwoch galt noch Gefahrenstufe drei.

Die erhöhte Gefahrenlage wurde durch die Wetterbedingungen über die Ostertage deutlich. In der Höhe war viel Schnee gefallen – und gleichzeitig gab es teils orkanartige Winde.

Dadurch kam es zu großen Ansammlungen von Triebschnee, die besonders störanfällig sind. Auch in Österreich und Südtirol in Italien herrschte stellenweise große Lawinengefahr.

Auch bei einer Herabstufung der Gefahrenstufe auf drei seien Lawinen nicht auszuschließen: „Einzelne Wintersportler können stellenweise Lawinen auslösen, auch sehr große.“ Touren und Abfahrten abseits der Piste erfordern große Vorsicht und Zurückhaltung“, sagen die Experten des Schweizerischen Instituts für Schnee- und Lawinenforschung.

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