Verdacht auf Abzocke – War der Verkauf einer Villa am Traunsee Betrug?



Vor mehr als vier Jahren wechselte eine Seepension am Traunsee für 750.000 Euro den Besitzer. Das Haus soll mindestens 1,6 Millionen Euro wert gewesen sein. Den Käufern wird vorgeworfen, den alten Hausbesitzer übers Ohr gehauen zu haben. Ihr wurde schwerer Betrug vorgeworfen.

Zwei Geschäftsführer einer Immobiliengesellschaft, zwei Anwälte, ein Notar und ein Immobilienmakler werden wegen schweren Betrugs angeklagt. Die Strafe beträgt maximal zehn Jahre Gefängnis. Die Angeklagten, die behaupten, es handele sich nicht um Personen öffentlichen Interesses, sollen den damals 83-jährigen Eigentümer beim Kauf einer Pension am Seeufer in Gmunden betrogen haben. Es gilt die Unschuldsvermutung. Für rund 750.000 Euro wechselte die Immobilie den Besitzer. Laut Anklage betrug der Wert 1,66 Millionen Euro. Den Beklagten wird vorgeworfen, die offensichtliche Handlungsunfähigkeit des Eigentümers ausgenutzt zu haben. Als Geburtsdatum gab die alte Dame den 33. Mai 1936 an. Der Notar beglaubigte ihre Unterschrift. Die sechs Personen sehen die bevorstehende Hauptverhandlung als Gelegenheit, ihren Standpunkt darzulegen und offene Fragen zu beantworten. Für sie ist klar, dass sie immer ehrlich und richtig gehandelt haben. Der Verkauf war sehr gut durchdacht. Die Immobilie wurde von einem Immobilienmakler für zwei Jahre zum Verkauf angeboten. Es wird auch auf das durchgeführte Zivilverfahren verwiesen, in dem das Unternehmen die Immobilie zurückgeben musste. Allerdings soll festgestellt worden sein, dass die Handlungsunfähigkeit des Verkäufers für keinen der Beteiligten erkennbar war. Auch drei Gerichtsgutachter bestätigten, dass der Kaufpreis angemessen sei. „Es lag im Rahmen des erworbenen Grundstücksanteils. Lediglich bei der Bewertung des Pachtvertrages mit den Bundesforsten gibt es unterschiedliche Bewertungsansätze“, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme.

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: