Gerhard Schröder hat den Golfabschlag eines jener westdeutschen Männer seiner Generation, die im Berufsleben erfolgreich waren und dann, als ihre Beine nicht mehr flink genug waren, um Tennis zu spielen, spät im Leben ihren Sport wechselten. Tolle Sache, beim Golfspielen ist man an der frischen Luft und weitgehend allein mit sich selbst, niemand stört einen, außer dem Ball, der nicht ins Loch will. Der Aufschwung in Schröders Abschlagbewegung ist einfach viel zu flach und kurz. Statt den Schläger hoch und elegant zu schwingen und eine entspannte Drehbewegung einzuleiten, macht Schröder alles mit Kraft, nur mit den Armen, schon gar nicht mit der Hüfte. Sie können darauf wetten, dass der Altkanzler oft nach links schwenkt. Also beim Golf. Aber ansonsten kommt er durch.