Nach rassistischen Beleidigungen: Torwart in Spanien gesperrt. | Sport


Dieser Vorfall hat nun Konsequenzen.

Im Duell zwischen Sestao River Club und CF Rayo Majadahonda im Spanisch Viertligist wurde Gastwart Scheich Sarr (23) wurde von Sestao-Fans, die direkt hinter dem Tor standen, immer wieder rassistisch beleidigt.

Anschließend stürmte der schwarze Torwart aus Senegal auf die Tribüne, packte einen der Zuschauer am Schal und erhielt dafür die Rote Karte. Das Team aus Majadahonda verließ daraufhin aus Protest das Spielfeld.

Nun steht die Strafe für Sarr fest!

Spiel abgesagt!Torwart greift rassistische Fans an

Torwart greift Fans an

Quelle: YouTube @Real Federación Española Fútbol

Torwart für diese Aktion gesperrt!

Der spanische Verband sperrte Sarr wegen seines Tribünensturms für zwei Spiele und der Senegalese musste eine Geldstrafe von 600 Euro zahlen. Das Spiel, das nach dem Zwischenfall in der 87. Minute beim Stand von 2:1 für Sestao abgebrochen wurde, wird für die Gastgeber ebenfalls mit 3:0 gewertet.

Der Torwart hatte sich bereits in einer Stellungnahme zu dem Vorfall geäußert. Sarr: „Am Samstag habe ich einen der schlimmsten Momente meiner sportlichen Karriere erlebt. Ich musste einen kleinen Teil der Fans ertragen, die mich wegen meiner Hautfarbe beleidigten. Nichts davon sollte im 21. Jahrhundert passieren.“

Doch auch der Schuldige äußerte Unverständnis.

Sarr: „Ich fühle mich beschissen, aber es geht mir ein bisschen besser. Ich denke, eine Sanktion wäre unfair, ich bin ein Opfer. Es tut mir leid für meine Reaktion.“

Schockiert: Cheikh Sarr

Schockiert: Cheikh Sarr

Foto: Susana Vera/REUTERS

Auch sein Verein äußerte sich am Sonntag offiziell: „Angesichts der traurigen Ereignisse hat unsere Mannschaft entschieden, den Spielbetrieb nicht fortzusetzen.“ Diese Entscheidung spiegelt unsere feste Haltung wider, dass wir diskriminierende oder rassistische Handlungen jeglicher Art nicht dulden werden.“

In Spanien kommt es immer wieder zu rassistischen Vorfällen. Auch im Erstligaspiel zwischen Getafe und Sevilla (0:1) kam es am Samstag zu einer Unterbrechung, nachdem Marcus Acuna Opfer rassistischer Rufe geworden war.

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