NATO feiert in Brüssel 75. Geburtstag


Die NATO feiert an diesem Donnerstag in Brüssel ihr 75-jähriges Bestehen. Bei einem Festakt im Hauptquartier in Brüssel wollen Generalsekretär Jens Stoltenberg und die Außenminister der mittlerweile 32 Mitgliedstaaten an die Erfolge des Verteidigungsbündnisses erinnern und zur Solidarität aufrufen.

Im Anschluss an die Zeremonie sind außerdem Arbeitsgespräche mit dem ukrainischen Außenminister Dmytro Kuleba und Vertretern der indopazifischen Partnerstaaten Australien, Japan, Neuseeland und Südkorea geplant. Am Mittwoch berieten die Außenminister der Nato-Staaten ohne Gäste unter anderem über die weitere Unterstützung der von Russland angegriffenen Ukraine.

Die NATO wurde am 4. April 1949 in Washington als Reaktion auf die als bedrohlich empfundene Politik der kommunistischen Sowjetunion gegründet. Im Kalten Krieg sollte das Verteidigungsbündnis ein abschreckendes Gegengewicht zur östlichen Militärmacht bilden und zu Frieden und Sicherheit beitragen. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion Anfang der 1990er Jahre übernahm das Bündnis vorübergehend die Rolle einer Art Weltpolizei. Sie intervenierte unter anderem in den Konflikten in Bosnien-Herzegowina, im Kosovo und in Libyen. Seit Beginn des Ukraine-Konflikts liegt der Schwerpunkt der NATO wieder auf der Abschreckung und Verteidigung gegen Russland.

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