Säurefass-Mörder vor Gericht: Reinstrom schmuggelte Kokain in der Windel | Regional


Hamburg – Er ist einer der brutalsten Kriminellen der deutschen Kriminalgeschichte und wurde durch seine abscheulichen Taten international bekannt: Jetzt muss Säurefassmörder Lutz Reinstrom (76) erneut vor Gericht!

BILD erfuhr: Der Mörder soll Teil einer Drogenbande gewesen sein, die über einen längeren Zeitraum Drogen in das Hamburger Hochsicherheitsgefängnis „Santa Fu“ schmuggeln ließ, wo Insassen die Substanz dann unter Gefangenen verkauften.

Was wird dem berüchtigten Frauenmissbraucher vorgeworfen? Oberstaatsanwältin Liddy Oechtering sagte zu BILD: „Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten Beihilfe zum Menschenhandel vor Betäubungsmittel in nicht geringer Menge sowie krimineller Besitz von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge.“

Drogen, darunter Kokain und Marihuana, wurden unter anderem in Überraschungseiern und Hundekotbeuteln in das Hochsicherheitsgefängnis geschmuggelt

Drogen, darunter Kokain und Marihuana, wurden unter anderem in Überraschungseiern und Hundekotbeuteln in das Hochsicherheitsgefängnis geschmuggelt

Foto: JAN-HENRIK DOBERS/BILD

Wie Ermittler den Mörder entdeckten

Mit der Verurteilung im Jahr 2023 fing alles an Hochstapler Jason B. (25) enthüllte den Ermittlern, dass er in seinem Hintern Drogen in mehreren Größen in das Hochsicherheitsgefängnis geschmuggelt hatte (darunter Überraschungseier und Hundekotbeutel).

Das LKA leitete elf Ermittlungsverfahren gegen 32 Kriminelle ein, die als Bande zwischen Juni und Dezember 2022 Kokain und Marihuana ins Gefängnis geschmuggelt hatten – dadurch und durch die detaillierten Aussagen des Hochstaplers kamen die Ermittler auch auf Lutz Reinstrom!

Nach BILD-Informationen soll Jason B. den 76-Jährigen als Laufburschen eingesetzt haben Gefängnis sollte beim Spaziergang im Hof ​​geschmuggelte Drogen an Käufer verteilen. Die Gefängnismafia soll clever vorgegangen sein: Normalerweise werde jeder Gefangene vor dem Betreten des Hofes kontrolliert und abgetastet, um zu vermeiden, dass Gefängnisinsassen während ihrer „Freizeit“ Gegenstände tauschen.

Aber die Dealer um Jason B. wussten Bescheid dass Reinstrom aus gesundheitlichen Gründen eine Windel trägt und wird nicht ganz so gründlich gescannt…

Kronzeuge Jason B. behauptete damals: „Lutz steckte die Drogen in seine Windel, brachte zwei- bis dreimal 100 Gramm der Substanz auf den Hof und übergab sie dort den Käufern.“

Clever soll auch die Auszahlung von Jason B. gewesen sein, der die Substanz ursprünglich ins Gefängnis gebracht hatte: Um dem 25-Jährigen in einem Fall 500 Euro auszuzahlen, sollte diese auf Reinstroms Gefängniskonto eingezahlt werden Geld Möglicherweise wurde der Betrag von der Ehefrau eines anderen Verurteilten eingezahlt. Mit diesem Geld soll Reinstrom unter anderem Waren für B. im Gefängnis gekauft haben.

Ermittler bargen die sterblichen Überreste einer der ermordeten Frauen in einem Säurebottich

Ermittler bargen die sterblichen Überreste einer der ermordeten Frauen in einem Säurebottich

Foto: Ullstein-Bild

Das ist der Säurebottich-Mörder

Reinstrom hat eine der abscheulichsten Taten begangen Verbrechen Kriminalgeschichte: 1986 folterte und tötete er die Handwerkerfrau Hildegard K., zerstückelte den 61-Jährigen und löste die Leichenteile in einem Fass Salzsäure auf.

Im Oktober 1988 sperrte der perverse Sadist die 31-jährige Annegret B. in einen ehemaligen Bunker ein, vergewaltigte, quälte und folterte die junge Frau zu Tode – und löste sie später in Salzsäure auf.

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