Sachsen-Anhalt: Bauunternehmer erschlagen, Hund war bei ihm | Regional


Landsberg (Sachsen-Anhalt) – Während sein Besitzer seine letzten Atemzüge machte, war der braune Labrador (6) bei ihm und wartete neben Tino E. (†49), nachdem er brutal niedergeschlagen wurde und starb. Der Familienhund „Keks“ wartete, bis die Polizei endlich eintraf.

Die Tat am Reformationstag 2023 gab der Polizei lange Rätsel auf: Zwischen 10.15 und 14.45 Uhr muss sich die grausame Tat in Sietzsch ereignet haben. Bauleiter Tino E. war gerade mit seinem Hund spazieren, als dieser brutal von hinten geschlagen wurde.

Dreieinhalb Wochen nach dem Blutverbrechen Die Polizei in Leipzig nahm den mutmaßlichen Mörder fest. Der Labrador kannte den mutmaßlichen Täter schon lange: Es soll sich um den Ex seines Besitzers, Mario G. (38), handeln!

Labrador „Cookie“ wich nicht von der Seite seines sterbenden Herrchens

Labrador „Cookie“ wich nicht von der Seite seines sterbenden Herrchens

Foto: Polizei Halle

Seitdem sitzt Mario G. in Untersuchungshaft und schweigt! In einer Woche muss der Leipziger auf die Anklagebank! Die Staatsanwaltschaft Saal wirft ihm vor, seinem Opfer Tino E. (†49), dem Mitinhaber einer Gerüstbaufirma, absichtlich aufgelauert zu haben.

Kriminalbeamte erstellten anhand der Aufnahmen verschiedener Überwachungskameras ein Bewegungsprofil. Das beweist: Am Reformationstag stieg der Leipziger zu Hause im Stadtteil Mockau aufs Fahrrad und radelte ins 25 Kilometer entfernte Sietzsch.

Es gab immer Ärger mit Mario G.

Der Angeklagte, der als kaufmännischer Angestellter bei einem Automobilzulieferer in Leipzig arbeitete, ist der Ex-Ehemann von Tino E.s Ehefrau Anne (33).

Tino E. und Anne waren erst seit drei Jahren ein Paar. Mit Mario G. kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen um das Sorgerecht für die gemeinsame Tochter (4). Aus Angst vor ihrem Ex-Mann installierte das Paar sogar Videokameras im Haus.

Der getötete Mann wurde am Rande dieses Feldes bei Sietzsch gefunden

Der getötete Mann wurde am Rande dieses Feldes bei Sietzsch gefunden

Foto: Steffen Schellhorn

Eine Justizsprecherin sagte zu BILD: „Der Angeklagte soll sich spätestens im Mai 2023 aus Wut über Sorge- und Unterhaltsstreitigkeiten mit seiner Ex-Frau und dem Geschädigten, ihrem neuen Ehemann, dazu entschlossen haben, den Geschädigten zur Rede zu stellen und ihn zur Rede zu stellen.“ Zugeständnisse machen.

Doch statt eines friedlichen Gesprächs soll es zu einem tödlichen Streit gekommen sein. In der Anklage wegen Totschlags heißt es (Az. 1 Ks 1/24): „Als der Geschädigte durch den Aufprall zu Boden fiel, verließ der Angeklagte den Tatort mit seinem Fahrrad.“

Nur Labrador „Keks“ blieb seinem Herrchen treu. Der Hund ist der einzige Augenzeuge der Tat.

Zu den Vorwürfen machte der Beklagte bislang keine Angaben.

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