Projekt der Uni Trier: Weshalb wählen junge Menschen die AfD? | Regional


Trier (Rheinland-Pfalz) – Wie kann dem Einfluss rechter Parteien und der AfD auf junge Wähler entgegengewirkt werden? Ein Projekt an der Universität Trier sucht nach neuen Wegen „zur Stärkung der Demokratie“.

Politikwissenschaftlerin Anna-Sophie Heinze: „Wir werden die Demokratie in den nächsten zwölf Monaten nicht retten können, aber wir werden unseren Teil dazu beitragen.“

Im Herbst stehen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg Landtagswahlen an. Aktuellen Umfragen zufolge könnte die „Alternative für Deutschland“ (AfD) stärkste Kraft werden. Im Saarland Im Juni finden Kommunalwahlen statt.

Heinze: „Es ist nicht nur ein ostdeutsches Phänomen, dass rechte Parteien junge Wähler anziehen. Das ist auch in anderen Bundesländern zu beobachten.“

Demokratie sollte gefördert werden

Ihr Ziel: die Ergebnisse der Projekt Sie sollen beispielsweise auch Lehrern und Kommunalpolitikern in anderen Regionen Deutschlands helfen, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen. Konkret gehe es darum, „wirksame Maßnahmen zur Demokratieförderung zu entwickeln“.

Neben Heinze und der Sozialpsychologin Prof. Dr. Eva Walther beteiligt sich der Verein „Aktion Zivilcourage“ am Projekt „NurtureDEMOS 2024“. Es wird finanziell von der VolkswagenStiftung unterstützt. Erste Ergebnisse sollen im Herbst vorliegen.

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Quelle: Anadolu Agency, China News Service, Twitter

Walther, der das Buch „The AfD – psychologisch gesehen“ veröffentlicht: „Die Annahme, dass es bei jungen Menschen, die rechte Parteien wählen, ein Informationsdefizit gibt, trifft nur bedingt zu.“ „Wir müssen daher über neue Formate nachdenken, anstatt nur auf Aufklärungs- und Informationskampagnen zu setzen.“

Sie nennt den „Wunsch nach einfachen Lösungen“ als einen Grund, warum viele in der AfD und den rechten Parteien ihr Kreuz auf den Stimmzettel setzen. Walther: „Die AfD schafft es auch, Emotionen wie Wut aufzugreifen, zu schüren und gegen die Regierungsparteien zu adressieren.“

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