Christine Mayrhuber wird neue Vorsitzende der Alterssicherungskommission


Ökonom am Wirtschaftsforschungsinstitut übernimmt vakante Stelle

Wien (OTS) Die Bundesregierung hat sich auf eine neue Vorsitzende der Alterssicherungskommission geeinigt: Christine Mayrhuber, Ökonomin am Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO), wird das Amt im April 2024 übernehmen. Sie war bereits Mitglied der Kommission. Mayrhuber ist seit Jahrzehnten an der Struktur und Finanzierung des österreichischen Rentensystems beteiligt. Die offizielle Anordnung wird in den kommenden Tagen durch Sozialminister Johannes Rauch erfolgen. „Ich freue mich, dass wir diese wichtige Position mit einem unabhängigen, international anerkannten Experten besetzen können“, sagte der Sozialminister. Stellvertretende Vorsitzende bleibt weiterhin Ingrid Korosec, die den Ausschuss zuletzt kommissarisch leitete. ***

Die Kommission zur langfristigen Finanzierung der Altersvorsorgesysteme – kurz: Altersvorsorgekommission – überwacht die Entwicklung der Bundesausgaben für die gesetzliche Rentenversicherung und die Beamtenversorgung. In ihre Berechnungen fließen reale Daten der Rentenversicherungsträger, aktuelle Konjunkturprognosen und demografische Entwicklungen ein. Der Jahresbericht der Experten enthält eine Prognose für fünf Jahre. Darüber hinaus erstellt die Kommission alle drei Jahre einen Bericht über die langfristige Finanzierbarkeit des Rentensystems.

Mag. Christine Mayrhuber übernimmt künftig den Vorsitz der Alterssicherungskommission. Die Wirtschaftswissenschaftlerin am Wirtschaftsforschungsinstitut arbeitet seit 1999 in der Forschungsgruppe „Arbeitsmarktökonomik, Einkommen und soziale Sicherheit“ und ist seit September 2023 stellvertretende Direktorin am WIFO. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Einkommensentwicklung und Einkommensverteilung, die Struktur und Finanzierung der Rentenversicherung und die Umverteilungseffekte wohlfahrtsstaatlicher Strukturen. Vor ihrer Tätigkeit am WIFO studierte sie Volkswirtschaftslehre an der Wirtschaftsuniversität Wien und war wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Höhere Studien. 2013 wurde ihr der Käthe-Leichter-Preis verliehen.

„Die bisherigen Prognosen der Alterssicherungskommission zeigen, dass die langfristige Finanzierung des Systems gesichert ist. Allerdings werden die hohe Inflation, das geringere Wirtschaftswachstum und die demografische Entwicklung in den kommenden Jahren zu höheren Ausgaben führen. Daher ist es wichtig, das tatsächliche Renteneintrittsalter näher an das gesetzliche Renteneintrittsalter heranzuführen“, betont Sozialminister Johannes Rauch. „Ich freue mich, dass Christine Mayrhuber die Bundesregierung mit ihrer großen Expertise bei den notwendigen Schritten beraten wird. Ich möchte Ingrid Korosec für ihre interimistische Leitung der Kommission danken.“

„Es ist eine Innovation, dass der Wissenschaft der Vorsitz übertragen wird. Die Befugnisse der Alterssicherungskommission sind gesetzlich geregelt. Als Vorsitzende und Ökonomin ist es mir wichtig, diese Aufgaben evidenzbasiert wahrzunehmen. Letztlich ist es von zentraler gesellschaftlicher Bedeutung, die notwendigen Entscheidungsgrundlagen für die langfristige Angemessenheit und Nachhaltigkeit der österreichischen Altersvorsorge zu schaffen“, sagt Christine Mayrhuber.

Fragen & Kontakt:

Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMSGPK)
Pressesprecher@socialminister.at
socialminister.at

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: