Tote bei schweren Gefechten im Iran


Im Südosten des Iran haben Militante einen Großangriff auf Stützpunkte der mächtigen Revolutionsgarde (IRGC) verübt. Acht Angreifer und fünf Sicherheitskräfte seien getötet worden, sagte Vize-Innenminister Majid Mirahmadi am Donnerstag nach Angaben der Nachrichtenagentur IRNA. Die Angriffe ereigneten sich in der Nacht zum Donnerstag auf Militäranlagen in den Städten Rask und Chahbahar in der Provinz Sistan und Belutschistan. Staatliche Medien berichteten von einem „vereitelten Terroranschlag“.

Das genaue Ausmaß war am Morgen noch unklar. Videos von Staatssendern zeigten Schusswechsel bei Straßenschlachten. Allerdings hätten Sicherheitskräfte die Städte am Donnerstagmorgen wieder unter Kontrolle gebracht, berichteten iranische Medien.

Die militante Gruppe Jaish al-Adl bekannte sich zu dem Angriff. Nach eigenen Angaben kämpft sie für die Unabhängigkeit im Südosten Irans. Vor einigen Monaten war die Stadt Rask Schauplatz von Kämpfen zwischen der Gruppe und den iranischen Sicherheitskräften. Auf seinem Telegram-Kanal sagte Jaish al-Adl, es habe mindestens sechs Militäreinrichtungen angegriffen. Sie rief die Bewohner der Region dazu auf, in ihren Häusern zu bleiben.

Die Angaben des Bundeslandes konnten nicht unabhängig überprüft werden. Jaish al-Adl, eine sunnitische Rebellengruppe, hat ihre Angriffe im vergangenen Jahr verstärkt. Die meisten Einwohner der Provinz folgen im Gegensatz zur schiitischen Staatsreligion dem sunnitischen Zweig des Islam. Die USA und der Iran haben die Gruppe als Terrororganisation eingestuft.

Mitte Januar beschossen die iranischen Revolutionsgarden Stellungen der militanten Gruppe im benachbarten Pakistan, wo sich angeblich ihre Rückzugsgebiete befinden. Dies führte vorübergehend zu heftigen Unstimmigkeiten zwischen Teheran und Islamabad.

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