Greenpeace-Umfrage: – Mehrheit will weniger Plastik im Alltag



82 Prozent der Befragten wünschen sich, dass weniger Plastik produziert wird. Noch mehr Menschen befürworten Mehrweglösungen statt Einwegverpackungen. Dies sind die Ergebnisse einer aktuellen Greenpeace-Umfrage, die unter fast 20.000 Befragten aus 19 Ländern, darunter auch Österreich, durchgeführt wurde.

Ähnlich hoch ist die Zustimmung aus Österreich. 1000 Menschen wurden hier interviewt. Sie (76 Prozent) befürworten ein weltweites Komplettverbot von Einwegplastik für Lebensmittel, Kleidung oder den Versandhandel. 88 Prozent wollen außerdem, dass die Umstellung auf Mehrwegverpackungen in einer Vereinbarung verankert wird. Das Wichtigste beim Umstieg sind für sie einfache Verfügbarkeit, ein fairer Preis und Komfort. Der Umfrage zufolge machen sich drei Viertel Sorgen über mögliche Gesundheitsschäden durch Plastik. Menschen im globalen Süden, die auch am stärksten von verschmutzten Flüssen und Meeren betroffen sind, wollen ihre Produktion drosseln. Dazu gehören die Philippinen, Indonesien und Ägypten. „Umweltverschmutzung stoppen“ Greenpeace fordert die zuständige Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) auf, sich für eine starke Einigung einzusetzen. „Es gibt Alternativen zu Einwegplastik, wir müssen sie nutzen und der Unternehmensverschmutzung endlich einen Riegel vorschieben“, sagte Greenpeace-Sprecherin Jasmin Duregger. Vom 23. bis 29. April wird in Kanada ein globales UN-Kunststoffabkommen ausgehandelt. Dies ist bereits die vierte Gesprächsrunde. Es gibt noch keinen ersten Entwurf. „Wir können die Plastikkrise nur in den Griff bekommen, wenn weniger Plastik produziert wird. Der Schlüssel dazu ist ein starkes globales Plastikabkommen, das die Plastikproduktion bis 2040 um 75 Prozent reduziert“, sagte Duregger. Die Untersuchung wurde von Censuswide im Auftrag von Greenpeace International durchgeführt. Insgesamt wurden 19.088 Personen in 19 Ländern befragt.

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