Prinz Andrews BBC-Interview bei Netflix: „Scoop“ zeigt seinen schlimmsten Patzer | Unterhaltung


Was ist schlimmer als ein königliches Skandalinterview, das im Fernsehen übertragen wurde? Wenn Netflix daraus einen Film macht, damit die Welt ihn ein zweites Mal genießen kann. Genau vor diesem Skandal steht Prinz Andrew (64) jetzt.

Sein berüchtigtes, katastrophales Interview mit der BBC im Jahr 2019, in dem er lauthals über seine Beteiligung am Epstein-Fall redete, wurde von Netflix verfilmt. „Scoop – A Royal Interview“ ist ab dem 5. April auf dem Streamingdienst zu sehen.

Täuschend echt: Schauspieler Rufus Sewell spielt Prinz Andrew in der Netflix-Verfilmung

Täuschend echt: Schauspieler Rufus Sewell spielt Prinz Andrew in der Netflix-Verfilmung

Foto: PETER MOUNTAIN/NETFLIX

Ein Termin, der Andrew und den britischen Palast einige Nerven kosten wird. Durch die Wiederholung von Andrews BBC-Interview holt der Skandal Prinz Andrew erneut ein.

Seitdem ist es für den Prinzen nie wirklich zur Ruhe gekommen – ganz zu schweigen von anderen königlichen Problemen wie denen rund um die Aussteiger Harry (39) und Meghan (42).

Die Schauspielerin Gillian Anderson spielt die Interviewerin, die Andrew untersucht hat

Die Schauspielerin Gillian Anderson spielt die Interviewerin, die Andrew untersucht hat

Foto: PETER MOUNTAIN/NETFLIX

Das BBC-Interview, das Andrew zu Fall brachte

Zur Erinnerung: Im Jahr 2019 beschuldigte Virginia Roberts Guiffre (40) den Royal, sie im Jahr 2001 als Minderjährige auf dem Anwesen von Jeffrey Epstein (†66) sexuell missbraucht zu haben.

Der Prinz bestritt die Vorwürfe, doch mit jedem Erklärungsversuch machte er alles nur noch schlimmer. Der Tiefpunkt im November 2019: In einem TV-Interview mit der BBC wollte Andrew seinen Namen reinwaschen – und scheiterte kläglich.

Prinz Andrew wollte mit dem BBC-Interview Klarheit schaffen, machte sich aber noch unglaubwürdiger.  Er wies die Vorwürfe von Virginia Giuffre zurück und entging erst 2022 einem Zivilprozess durch eine millionenschwere Vergleichszahlung

Prinz Andrew wollte mit dem BBC-Interview Klarheit schaffen, machte sich aber noch unglaubwürdiger. Er wies die Vorwürfe von Virginia Giuffre zurück und entging erst 2022 einem Zivilprozess durch eine millionenschwere Vergleichszahlung

Foto: BBC/PLANET PHOTOS

Ein Beispiel: Giuffre behauptete unter anderem, sie habe mit Andrew in einem Nachtclub getanzt und er habe stark geschwitzt. „Es gibt ein kleines Problem mit dem Schwitzen, weil ich eine seltsame Krankheit habe, die dazu führt, dass ich nicht schwitze (…)“, sagte Andrew im TV-Interview.

Die Presse veröffentlichte daraufhin Fotos, auf denen der Prinz offensichtlich schwitzte.

Prinz Andrew behauptete, er habe Virginia Giuffre (M.) nie getroffen.  Dieses Foto, das ihn in einer Umarmung mit ihr zeigt, kursiert schon seit Längerem.  Ebenfalls im Bild: Ghislaine Maxwell, Jeffrey Epsteins Komplizin, die wegen Sexualverbrechen eine zwanzigjährige Haftstrafe verbüßt

Prinz Andrew behauptete, er habe Virginia Giuffre (M.) nie getroffen. Dieses Foto, das ihn in einer Umarmung mit ihr zeigt, kursiert schon seit Längerem. Ebenfalls im Bild: Ghislaine Maxwell, Jeffrey Epsteins Komplizin, die wegen Sexualverbrechen eine zwanzigjährige Haftstrafe verbüßt

Foto: REX/Shutterstock

Es war der Beginn des Niedergangs des (ehemaligen) Lieblingssohns der Königin (†96).

Mit Stars besetzte Netflix-Verfilmung

Die Verfilmung des Interviews „Scoop“ ist eine Hochglanzproduktion mit Starbesetzung: Rufus Sewell (56, „Der Mann im Hohen Schloss“) spielt Prinz Andrew, „Akte X“-Star Gillian Anderson (55) spielt die Interviewerin Emily Maitlis (53). Regie führte Philip Martin (71), der bereits in mehreren Folgen von „The Crown“ Erfahrungen mit königlichen Stoffen sammelte.

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Laut Netflix liefert der Film „Einblicke in die hartnäckige Recherche“, die zu dem TV-Interview geführt hat. Es basiert auf den Memoiren „Scoops“ des ehemaligen TV-Produzenten Sam McAlister, der mit dem Buckingham Palace verhandelte, um das Interview zu arrangieren. Im Film wird sie von Billie Piper (41, „Doctor Who“) gespielt.

Regisseur Martin über Netflix: „Es ist ein Film über Macht, Privilegien, unterschiedliche Perspektiven und wie wir – ob in glitzernden Palästen oder Hightech-Redaktionen – beurteilen, was wahr ist.“

TV-Duell im Buckingham Palace: Gillian Anderson und Rufus Sewell in „Scoop“

TV-Duell im Buckingham Palace: Gillian Anderson und Rufus Sewell in „Scoop“

Foto: PETER MOUNTAIN/NETFLIX

Andrew und der Palast fürchten möglicherweise das (erneute) Urteil der Öffentlichkeit. Nach der Ausstrahlung des Originalinterviews musste sich der Prinz von seinen königlichen Pflichten zurückziehen. Die Königin entzog ihm alle militärischen Ränge, die königliche Schirmherrschaft und den Titel der Königlichen Hoheit. Als sein Bruder Charles (75) König wurde, strich er ihm sein jährliches Taschengeld von 249.000 Pfund (rund 280.300 Euro) für seine Unterkunft.

Aber: Der Prinz wurde immer noch nicht vollständig erschossen. Bis heute darf Andrew bei königlichen Veranstaltungen auftreten und behält den Titel Herzog von York.

Dieser Fall scheint nicht abgeschlossen zu sein. Andrew hat nicht mehr viel zu verlieren. Aber er wird bestimmt noch einmal ins Schwitzen kommen…

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