“Kein relevantes Fehlverhalten”: Föderl-Schmid kann Doktortitel behalten


Demnach sei „kein relevantes wissenschaftliches Fehlverhalten“ festgestellt worden, wie die Universität am Donnerstagmorgen mitteilte.

Die Arbeit mit dem Titel „Vom Monopol zum Markt, zehn Jahre duales Rundfunksystem in Deutschland“ wurde im Auftrag von Förderl-Schmid selbst von der „Kommission zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis“ der Universität Salzburg begutachtet. Auf Grundlage des Gutachtens habe die Universität „als zuständige Behörde das Verfahren zur Aufhebung der Beurteilung der Dissertation gemäß § 73 Universitätsgesetz eingestellt“, heißt es.

Vorwürfe des Plagiats

Förderl-Schmid sah sich ab Februar mit Plagiatsvorwürfen konfrontiert. Diese betrafen zum einen ihren Umgang mit der Quellenangabe in journalistischen Texten und zum anderen ihre Dissertation. Wie sich herausstellte, überprüfte der „Plagiatsjäger“ Stefan Weber – im Auftrag des rechtspopulistischen Portals „Nius“ – die an der Universität Salzburg eingereichte Arbeit und fand dabei nach eigener Aussage „Plagiatsfragmente“.

Nach den Vorwürfen suspendierte Förderl-Schmid am 5. Februar ihre Tätigkeit als stellvertretende Chefredakteurin der „Süddeutschen Zeitung“ und forderte die Universität Salzburg auf, ihre Doktorarbeit auf die entsprechenden Vorwürfe zu prüfen. Kurz darauf wurde bekannt, dass der frühere „Standard“-Chefredakteur vermisst wird. Einen Tag später wurde der 53-jährige Oberösterreicher lebend unter einer Innbrücke in Braunau gefunden und mit schwerer Unterkühlung ins Krankenhaus eingeliefert.

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