Messerattacke auf Ehefrau in Laakirchen: 66-Jähriger in Wels vor Gericht


Vor dem Geschworenengericht in Wels bekannte er sich der vorsätzlichen Körperverletzung schuldig, verneinte jedoch die in der Anklageschrift genannte Tötungsabsicht.

Die Gutachten bestätigen keine Beeinträchtigungen während der Tat, weder aus psychiatrischer Sicht noch durch Alkohol, Drogen oder Medikamente. Er war vollständig orientiert. Auffällig ist, dass er seine Gefühle kaum in Worte fassen kann.

Angeklagter spricht von „Blackout“

Die Staatsanwaltschaft beruft sich dabei auf die polizeiliche Befragung nach der Tat und die Berichte zur Stichverletzung. Der Angeklagte betonte jedoch im Interview, dass er den Tod der Frau nicht akzeptiert hätte. Er sprach vor Gericht von einem „Blackout“, weil die Frau ihn aus der Wohnung verwiesen habe. Der Richter wollte wissen, ob dies ein allgemein nachvollziehbarer Grund für eine solche Reaktion sei. „Ja, würde ich sagen“, antwortete der Angeklagte.

Der Tat war ein Streit zwischen dem Mann und seinem Schwiegervater vorausgegangen. Seine Frau soll ihn gebeten haben, den Konflikt zu lösen, andernfalls könne er aus der gemeinsamen Wohnung ausziehen. Der 66-Jährige drohte daraufhin zunächst mit Selbstmord und verletzte anschließend seine Frau mit einem Küchenmesser, heißt es in der Anklage. Es gelang ihr jedoch, ihren Bruder anzurufen, der daraufhin den Rettungsdienst alarmierte.

  • In Österreich finden Frauen, die Gewalt erleben, Hilfe und Informationen beim Frauentelefon unter: 0800-222-555, www.frauenhelpline.at; beim Verein Autonomer Österreichischer Frauenhäuser (AÖF) unter www.aoef.at, sowie bei der Notrufnummer des Frauenhauses unter 057722 und den Österreichischen Gewaltschutzzentren: 0800/700-217, https://www.violentprotectioncenter.at/beim Polizeinotruf: 133 und in Oberösterreich beim Autonomen Frauenzentrum – Frauennotruf Oberösterreich unter 0732/602200).
  • Sie befinden sich in einer verzweifelten Situation und benötigen Hilfe? Sprechen Sie mit anderen Menschen darüber. Das Suizidpräventionsportal des Gesundheitsministeriums bietet Hilfe für Menschen mit Suizidgedanken und deren Angehörige. Unter www.suicide-praevention.gv.at Hier finden Sie Kontaktdaten zu Hilfsorganisationen in Österreich.
Wird geladen

die Info Durch Klicken auf das Symbol können Sie das Schlüsselwort zu Ihren Themen hinzufügen.

die Info
Mit einem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre „Meine Themen“-Seite. Sie haben von 15 Schlüsselwörtern gespeichert und müsste Schlüsselwörter entfernen.

die Info Durch Klicken auf das Symbol können Sie das Schlüsselwort aus Ihren Themen entfernen.

Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: