Prozessauftakt in Frankfurt wegen Mordes: Ging es um einen 3-Millionen-Dollar-Schatz? | Regional


Frankfurt am Main – Laut Anklage schlug der Täter Joe F. (74) unglaubliche 21 Mal auf den Kopf. Der Verdächtige Mörder: Frank James P. (64), ein Ex-Kumpel des Opfers. Motiv: Gier – sagt der Staatsanwalt.

Der Prozess beginnt vor dem Landgericht Frankfurt. Der Zeuge Hans-Dieter G. war der beste Freund des Toten – und der Erste am Tatort!

Im Seniorenheim Toni-Sender-Straße (Frankfurt-Rödelheim) Hans-Dieter G. findet im Dezember 2022 die schrecklich zerfleischte Leiche zusammengesunken auf der Couch. Die Wand dahinter ist mit getrocknetem Blut bedeckt: „Ich habe es gerochen, bevor ich ihn gesehen habe. Ich hatte Angst, hineinzugehen. Ich habe in meiner kriminellen Vergangenheit bereits zwei Leichen gefunden. Den Geruch vergisst man nie.“

Hans-Dieter G. (64), bester Freund des Getöteten, entdeckte die Leiche von Joe F.

Hans-Dieter G. (64), bester Freund des Getöteten, entdeckte die Leiche von Joe F.

Foto von : Private

Die Brieftasche des Verstorbenen lag auf dem Boden. Die rund 1.000 Euro, die vorher da gewesen wären, hätten gefehlt. Berichten zufolge fehlten auch beide Mobiltelefone des Opfers.

Joe F. soll viel mehr Geld gehabt haben, rund drei Millionen US-Dollar – ein mysteriöses Vermögen. Nach BILD-Informationen soll es aus dem LSD-Handel stammen! Hans-Dieter G. behauptet, das Vermögen befinde sich in den USA, verteilt auf mehrere Verstecke. Er selbst kennt die Orte nicht, wohl aber ein unbekannter Dritter. Wurde F. wegen dieser Millionen getötet?

Drohungen vor Gericht

Das Besondere an dem Fall: die engen Verbindungen zwischen Zeuge, Opfer und Täter. Sie alle sind Halbamerikaner mit deutschen Pässen, wurden nach schweren Verbrechen nach Deutschland abgeschoben und trafen sich in Frankfurt.

Hans-Dieter G. Vorsprechen Gericht Deutsch mit starkem US-Akzent. Dies führt häufig zu Missverständnissen und wiederholten Fragen. Zeuge G. wird aggressiv und beleidigend: „Hör zu, du Arschloch, warum stellst du so viele Fragen?“ ruft er Verteidiger Jens Jörg Hoffmann zu. G.s deutsche Freundin beruhigt ihn von der Zuschauerbank aus.

Er wendet sich auch an den mutmaßlichen Täter: „Ich muss mich zusammenreißen, um nicht diesen Kugelschreiber zu nehmen, dem Wachmann in die Eier zu treten und dir den Stift in den Hals zu rammen!“ Der Staatsanwalt sarkastisch: „Das wäre nicht so schlau, wir müssen erst mal schauen, ob er es war!“

Warum Frank James P. auf der Anklagebank sitzt, ist am ersten Verhandlungstag nicht geklärt. Die Verteidigung weist die Vorwürfe mit der Begründung zurück, es gebe keine Beweise.

Die Anhörung geht weiter.

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