Prostata-Karzinom – Die Krawatte lockern und zur Krebsvorsorge gehen



„Bergdoktor“ Hans Sigl macht es jetzt, Skilegende Hans Knauß hat es letztes Jahr gemacht und zahlreiche prominente österreichische Männer machen mit: Sie alle fordern die Prostatakrebs-Vorsorgeuntersuchung mit gelockerten Krawatten. Auftakt der Sensibilisierungskampagne „Loose Tie“ der Krebshilfeorganisation.

Hans Sigl berichtete per Videobotschaft im Stil der Dreharbeiten am Berg bei der Eröffnungsveranstaltung der Österreichischen Krebshilfe in der Eden Bar in Wien: „Gehen Sie zur Untersuchung! Deshalb heißt es „lose Krawatte, sei da“. Nicht mehr und nicht weniger. „Lass die Liebe herrschen.“ Der beliebte TV-Star ist das diesjährige Testimonial der Aufklärungskampagne für mehr Gesundheitsbewusstsein unter seinen Mitmenschen. Warum die Krawatte lockern? Was es damit auf sich hat, erklärt Mag. Martina Löwe, Geschäftsführerin der Krebshilfe und Initiatorin der Die im Jahr 2015 erstmals durchgeführte Aktion „Loose Tie“ steht dafür, sich Zeit für viele andere Verpflichtungen zu nehmen. Für einen präventiven Termin, für die eigene Gesundheit. Seitdem rufen wir jedes Jahr im November dazu auf, sich die Zeit nicht entgehen zu lassen wichtiges Datum.” Um Vorurteile und Ängste abzubauen, engagiert sich auch Kabarettist Gerald Fleischhacker seit dem ersten Aktionstag für die Sache und geht wie er mit einem Augenzwinkern mit gutem Beispiel voran: „Wir, meine Freunde und ich, haben eine gegründet eine Art Ärztegruppe. Einmal im Jahr gehen wir zum Urologen und essen und trinken dann gemeinsam etwas. Es ist wie ein Schulausflug.“ Der 52-jährige Moderator und Autor tut dies nicht nur für sich selbst, sondern auch für seine Familie – damit er noch lange für sie da sein kann. Tun Sie Ihren Dienst! Zur ersten Untersuchung wurden die 1978 Geborenen aufgerufen. Motivation kommt auch von Hans Knauß, der im vergangenen Jahr Botschafter von Loose Tie war. Der zweifache Österreichische Meister im Ski Alpin, Motorsportler und Moderator: „Meine Ski, mein Auto, mein Motorrad. . . Jeder bekommt seinen Service. Warum nicht dein eigener Körper? Früherkennung der Prostata kann Leben retten! Tun Sie auch Ihren Dienst!“ Im Jahr 2020 wurde bei 6.123 Patienten Prostatakrebs diagnostiziert. Das entspricht 26 Prozent aller bösartigen Erkrankungen bei Männern. Die Erkrankung ist gut behandelbar und die Sterblichkeitsrate liegt bei 11 Prozent. Die jährliche Vorsorgeuntersuchung wird ab dem 45. Lebensjahr empfohlen, ab dem 40. Lebensjahr für Personen mit erhöhtem Risiko und Krebserkrankungen bei nahen Verwandten. Hierzu ist eine Urinprobe erforderlich, die im Labor auf Eiweiß, Zucker, Bakterien, rote und weiße Blutkörperchen usw. untersucht wird. Der Arzt erhebt eine Anamnese und veranlasst einen PSA-Test aus einer Blutprobe (Hinweis: nicht automatisch im Lieferumfang enthalten). übliche Vorsorgeuntersuchung!). Eine Tastuntersuchung (dauert nur wenige Sekunden) und ein Ultraschall runden die Abklärung ab. „Gesundheit ist einer der Bereiche, in denen Frauen wirklich die Nase vorn haben. Normalerweise schicken sie auch ihre Männer zum Arzt. „Frauen sind es gewohnt, sich regelmäßig untersuchen zu lassen – die meisten Männer kennen Ärzte nur aus der Unfallchirurgie“, bringt es Dr. Paul Sevelda, Präsident der Österreichischen Krebshilfe, auf den Punkt. „Außerdem ist es uns immer ein bisschen peinlich. Aber die lockere Krawatte.“ Die Kampagne zeigt Wirkung: Männer wissen mittlerweile mehr über Prostatakrebs-Prävention als zuvor, aber es gibt noch viel zu tun.“12 Ermutigung in einem Buch Denn es hat sich herausgestellt, dass Männer nach einer Krebsdiagnose selten Unterstützung und Beratung erhalten Es sind niedrigschwellige Informationsangebote entstanden. Martina Löwe: „So entstand das Buch „Die Mutigen“, in dem 12 Männer unterschiedlichen Alters über ihre Erfahrungen im Umgang mit einer urologischen Krebsdiagnose berichten, geschrieben von Bestsellerautor Thomas Raab, die Videoreihe „Fake News Prostatakrebs mit Gery Seidl, Günther Lainer, Aida Loos und vielen weiteren Lokalstars, sowie das ‚Herrenzimmer‘, ein virtueller Männerabend mit Experten.“ Ab 16.11. Für Prostatakrebspatienten wird es einen ersten Online-Dialog geben, bei dem alle wichtigen Themen besprochen und Fragen auf Augenhöhe beantwortet werden. Der Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Urologie, Univ.-Prof. Dr. Shahrokh F. Shariat fügt hinzu: „Es findet ein Generationswechsel statt. Jüngere Männer sind gesundheitsbewusster und gehen häufiger zum Arzt. Ein Lebensstil mit Bewegung, gesunder Ernährung, einem normalen Gewicht und dem Verzicht auf Rauchen hat natürlich auch einen positiven Einfluss auf Krebs. Es ist wichtig zu wissen, dass eine Früherkennung nicht unbedingt eine Behandlung bedeutet. Oftmals kann man abwarten und beobachten und muss nicht gleich zu massiven Therapien oder Operationen greifen. So können Sie für jeden Patienten die optimale Strategie finden. Aber auch im fortgeschrittenen Stadium sind die Behandlungsmöglichkeiten deutlich besser geworden. ab dem 40. Lebensjahr. Brustkrebs beispielsweise ist genetisch mit Prostatakrebs verbunden“, erklärt der Präsident des Berufsverbandes der Österreichischen Urologie, Priv.-Doz. DDR. Mehmet Özsoy weiter.

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