Urside-Gründer Paul Burkl: Vom gelernten Elektriker zum ehrgeizigen Modedesigner



Paul Burkl hatte nicht vor, seinen Werkzeugkasten gegen eine Nähmaschine einzutauschen. Vor zwei Jahren gründete der damals 21-jährige Elektriker seine eigene Modemarke „Urside“. „Es hat mir nie gereicht, einen normalen Job zu haben. Mir wurde klar, dass ich mehr im Leben wollte“, blickt der Jungunternehmer zurück. Mit Urside möchte er ein Zeichen für regionale Lifestyle-Mode und gegen Fast Fashion setzen: Während andere Modeunternehmen ihre Produktion ins Ausland verlagern, führt er alle Arbeitsschritte selbst aus – vom Zuschneiden der Stoffrollen bis zum Zusammennähen. Statt unzähliger Kollektionen jedes Jahr gibt es bei Urside nur eine pro Quartal.

Er brachte sich das Schneidern selbst bei

Die Entscheidung, sich ausgerechnet in der Modebranche selbstständig zu machen, war ein Zufall. „Ich hatte noch nie Kleidung gefunden, die mir gefiel. Also habe ich angefangen, selbst welche zu nähen“, erklärt Bürkl. Später wurden Freunde und Bekannte auf sein Steckenpferd aufmerksam. Dadurch stieg die Nachfrage nach den Unikaten des autodidaktischen Schneiders. Seine Mutter zeigte ihm die ersten Schritte an der Nähmaschine, später holte er sich laufend Feedback von Schneidermeistern ein. Und so vergingen rund zweieinhalb Jahre bis zur Geburt von Urside.

Auch Unternehmen und Vereine vertrauen auf seine Kleidung

Heute verkauft der Henndorfer online und hauptsächlich nach Deutschland und Österreich. Mittlerweile hat er auch im B2B-Bereich Fuß gefasst und produziert Kleidung für Vereine und Unternehmen. Das Geschäft floriert, doch der Anfang war schwierig. „Ich hatte Zweifel, aber das gehört dazu. Das sollte niemals ein Grund sein, aufzugeben.“

Die Botschaft macht eine Marke erfolgreich

Trotz der Herausforderungen hielt der junge Unternehmer an seinem Traum fest. Das soll auch seine Marke vermitteln: „Urside steht dafür, im Leben nach mehr zu streben, nicht aufzugeben und Träume zu wagen. Käufer sollen sich damit identifizieren und sich dadurch motivierter fühlen“, sagt der 23-jährige Gründer etwa seine Botschaft. Dies sei übrigens besonders wichtig, wenn die eigene Marke erfolgreich sein soll: Idealerweise sollten sich die Menschen nicht nur wegen der Qualität, sondern auch wegen des Lebensgefühls, das hinter dem Produkt steht, von dem Produkt angezogen fühlen, rät er.

„Fehler können das Spiel verändern“

Was den Start-up-Standort Salzburg angeht, zieht Bürkl ein positives Fazit. Die Wirtschaftskammer oder das Start-Up Salzburg können die erste Anlaufstelle sein. Bei letzterem besuchte er selbst ein Startup-Programm. Er empfiehlt außerdem, nicht vorauszuplanen, sondern die Pläne lieber in kleinen Schritten umzusetzen. Fehler gehören dazu: „Man sollte keine Angst vor Fehlern haben. Sie sind nie angenehm, aber wenn man aus ihnen lernt, können sie zum Game Changer werden und einem weiterhelfen“, sagt der Einzelunternehmer, der nun will Urside um ein Team zu erweitern. Später wird die Marke aus Salzburg weltweit bekannt.

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